Welche Kühe passen zu uns ins Bogenthal?

Das Bogenthal ist ein enges Tal in der Bergzone 2, darum haben wir eher steile Flächen zu bewirtschaften.

  • Wir wünschen uns für solche Hanglagen kleine Kühe, die wendig sind und wenig Landschaden verursachen.


Das Bogenthal hat durch seine extensive Bewirtschaftung eine wunderbar reichhaltige Flora, mit vielen seltenen Blumen und Kräutern.

  • Weil wir kein Futter zukaufen möchten, brauchen wir Kühe, welche genügsam sind und auch durch das extensive Futter im Bogenthal zunehmen.


Das Bogenthal ist sehr abgelegen. Unsere Kundschaft möchten wir auf dem Weg der Direktvermarktung erreichen.

  • Wir suchen daher eine Kuh mit hoher Fleischqualität, damit es den Kunden mundet.


Wir streben einen hohen Selbstversorgungsgrad an.

  • Da wir gerne Milch hätten, aus der man Rahm, Frischkäse, Joghurt, Quark und wenn es klappt auch Hartkäse gewinnen kann, wünschen wir uns eine Zweinutzungsrasse.


Im Bogenthal gibt es etliche Quellen und Sumpfgebiete. In den meisten Weiden können die Tiere ihren Wasserbedarf selber an den vorhandenen Wasserläufen decken.

  • In nassen Jahren werden wir uns darauf einstellen müssen, dass uns die Flächen versumpfen, weil das Wasser an vielen Stellen rausdrückt; kleine Tiere verursachen dann weniger Landschaden.


Diese Voraussetzungen haben uns zu der Entscheidung geführt, hier Hinterwälder Kühe anzusiedeln.

Dexter Kühe standen auch zur Wahl. Wir entschieden uns gegen diese Rasse, weil sie den Ruf hat, wilder bzw. menschenscheuer zu sein und auch mal über Zäune zu springen.


Hinterwälder - Ein Zweinutzungsrind, wie es im Buche steht!

Eine braun-rot gesprenkelte, eher kleine Kuh mit ausdrucksstarkem Kopf und grossen Augen - das ist eine Hinterwälder Kuh. Die Widerristhöhe liegt bei ihr zwischen 115 und 122 cm, beim Stier um 130 cm.
Ihr Gewicht variiert zwischen 350 und 450 kg, der Stier kann bis zu 750 kg schwer sein.

Die jahrhundertelange Haltung unter extremen Bedingungen wie starken Hanglagen, karger Futterqualität und sehr kalten Witterungen bringt bei dieser Rasse nun hohe Trittsicherheit, gute Raufutterverwertung (auch auf mageren Wiesen) und hohe Vitalität mit sich. Dadurch zeichnet die Hinterwälder Kuh sich als richtige Landschaftspflegerin aus!

Die Hinterwälder werden als Milch- wie auch als Mutterkuh gehalten. Die sehr feingliedrigen Tiere zeigen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mit gut 3'800 Kilogramm pro Laktation eine beachtliche Milchleistung. Auch die Schlachtausbeute ist bei den Hinterwälder Tieren hervorragend und das feinfaserige, schmackhafte Fleisch lässt jeden Gaumen aufhorchen.

Herkunft und Entwicklung

Die Hinterwälder kamen einst in verschiedenen Tälern des Alpenraums vor. Während viele andere Kleinrassen ausstarben, überlebte dieser edle und robuste Landschlag im südlichen Teil des Schwarzwaldes. Um das endgültige Verschwinden der Hinterwälder zu verhindern, importierten engagierte Züchter zusammen mit ProSpecieRara in den 80er Jahren Zuchttiere in die Schweiz. Mittlerweile verbreiten sie sich stetig weiter.